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FLORA / FAUNA >>> VÖGEL >>> Waldbaumläufer (Certhia familiaris)

Der Waldbaumläufer, dessen Größe unter der des Sperlings liegt (vgl. Lebewesen des Jahres 2002), ist von seinem nahen Verwandten, dem Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla) im Grunde für den Laien nicht zu unterscheiden. Das einzig augenscheinige Unterscheidungsmerkmal ist die Färbung, die beim Gartenbaumläufer an den Seiten brauner als bei seinem Verwandten, dem Waldbaumläufer ist.

Wie auf dem Foto, das ich im Mai in meinem Revier gemacht habe, zu erkennen ist, ist der kleine Vogel im Bereich der Flanken und Unterseite gräulich weiß. Die Oberseite ist dunkel bräunlich, durchsetzte von gräulich weißem Gefieder. Von den Augen nach hinten ist deutlich ein gräulich weißer Strich zu erkennen, der beim Waldbaumläufer ausgeprägter als beim Gartenbaumläufer ist.
 
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Der Schnabel ist länglich, leicht gebogen und spitz, so daß der Vogel seine Nahrung, die aus Insekten besteht, gut aus den den Spalten der Baumrinde entnehmen kann. Um die Nahrung aufzufinden klettert der Baumläufer in kleinen Sprüngen kreisförmig von unten nach oben um den Baum, wobei ihm sein Schwanz stets als Stütze zur Stabilisierung dient. Obwohl das zweite Foto nicht so deutlich ist, läßt es aber doch gut erkennen, wie sich der Vogel mit dem Schwanz Halt verschafft.

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Die Rinde der Bäume bietet dem Baumläufer nicht nur Nahrung, sondern auch den Nistplatz. Er baut sein Nest hinter abstehenden Rindenstücken oder in Baumspalten. Hier brütet er irgendwann im Zeitraum von April bis Juni, wobei er jährlich nur einmal brütet. Die Brut umfaßt in der Regel 5 bis 7 Eier und die Nestlingszeit beträgt rund 15 Tage.

Der Baumläufer gehört zu den heimischen Singvögeln und verbringt das ganze Jahre bei uns.

Beide Baumläuferarten sind in Wäldern, Parks und Gärten anzutreffen, wobei dichte Wälder von beiden gemieden werden.