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FLORA / FAUNA >>> VÖGEL >>> Sperber (accipiter nisus)

Der Sperber ist ein bei uns heimischer Greifvogel, dessen Brutgebiet vom Nordafrika bis an die nördlichen Ränder Skandinaviens und im Osten bis nach Sibirien hinein reicht.

Im Grunde sieht der ca. taubengroße Sperber aus wie ein kleiner Habicht und tatsächlich entstammen beide der selben Gattung (accipiter).

Der Sperber ist ein äußerst geschickter, schneller und wendiger Jäger. Seine Beute überrascht er mit seinen kurzen Angriffen und schlägt sie überwiegend in Boden- bis maximal Buschhöhe. Für diese Jagdtechnik benötigt der Sperber eine abwechslungsreiche Landschaft, die sowohl die für den Überraschungsangriff nötige Deckung bietet, als auch Freiflächen für die eigentliche Jagd. Bevorzugt schlägt er Vögel bis zur Größe einer Drossel. Daß er Vögel von der Größe einer Taube (vgl. Foto) schlägt kommt in weniger als 10% der Fälle vor.

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Die Männchen sind beim Sperber deutlich kleiner als die Weibchen. So bringen Männchen maximal knapp 200g Körpermasse auf die Waage, wohingegen Weibchen durchaus bis zu 350g wiegen können.

Dieser Größenunterschied führt auch dazu, daß die Weibchen in aller Regel größere Vögel jagen als die Männchen, weshalb sie auch unterschiedliche Jagdgebiete besetzen und sich so selten in die Quere kommen.

Ihre Nester bauen Sperber meist gut versteckt in Fichtenstangenhölzern. Schon vor der Eiablage beginnen die Männchen damit, die Weibchen mit Nahrung zu versorgen und das Weibchen stellt die Jagd bis zur Eiablage schrittweise völlig ein. Bis die Jungvögel zu Nestlingen herangewachsen sind, sorgt ausschließlich der männliche Sperber für die Nahrung sowohl für die Jungen, als auch für das Weibchen.

Warum es zu einer so extremen Arbeitsteilung kommt, ist nicht geklärt. Bekannt ist aber, daß die Weibchen über bessere Energiespeicher verfügen als die Männchen, wohingegen die Männchen die deutlich wendigeren und damit erfolgreicheren Jäger sind. Es wäre daher denkbar, daß sich die Sperber den höheren Jagderfolg der Männchen zu Nutze machen, während das Weibchen mehr Energie speichern und somit auch als Wärme an die Jungen abgeben kann.

Die Hauptbrutzeit der Sperber fällt in den Mai und das Gelege besteht in der Regel aus 4-6 Eiern. Nach 33 bis 35 Tagen schlüpfen die jungen Sperber und es schließt sich eine Nestlingszeit von nochmals 24 bis 30 Tagen, wobei die Nestlingszeit des männlichen Nachwuchses einige Tage (2-3) kürzer als die des weiblichen ist.

Mit eintreten der kalten Jahreszeit verlassen die Sperber ihre Brutreviere in den Wäldern und halten sich zunehmend in der offeneren Landschaft auf, wobei sie auch häufig in Siedlungsgebiete vordringen, weil dort aufgrund der Fütterung die Zahl der Singvögel ungewöhnlich hoch und das Beutemachen sehr erleichtert ist.