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>>> WALDSCHADENSBERICHTE >>> 2002
Die Bundesregierung
den neuesten Bericht über den Zustand des Waldes vorgelegt.
Im folgenden zitiere ich unkommentiert aus dessen Kurzfassung und
bemühe mich, die im Original enthaltenen politischen Äußerungen
auszulassen, weil "natürlich" die jeweils amtierende
Regierung verantwortlich für etwaige Erfolge ist.
Grundsätzliches zum Verständnis
des Berichtes
Obwohl der "Bericht über den Zustand des Waldes"
aus Gründen der Vergleichbarkeit jährlich in gleicher
Weise erhoben und ausgewertet werden müßte, ergeben sich
für das Jahr 2002 Änderungen, die zwar augenscheinlich,
in der Kurzfassung für das Jahr 2002 aber nicht explizit erwähnt
sind. Wichtigste Änderung ist die Einteilung nach dem Grad
der Schädigung. Waren es in 2001 noch drei Stufen, die jeweils
auch erläutert wurden, so sind es für 2002 4 Stufen, deren
Unterscheidung jedoch wenigstens aus der Kurzfassung nicht mehr
ersichtlich ist.
Der Zustand des Waldes wird mittels eines
so genannten forstlichen Umweltmonotorings im Laufe eines Jahres
ermittelt. Erhoben werden die Daten seit 1984. Sichere Aussagen
lassen sich also nur für diese Zeitspanne machen und Fragen,
wie der Zustand der Wälder vor 50 oder 100 Jahren war, lassen
sich nicht ohne weiteres beantworten. Ohne etwas verharmlosen zu
wollen, scheint mir die Frage, was ist eigentlich normal bzw. wie
viel Prozent der Bäume sind auch in einem gesunden Wald krank,
nur schwer zu beantworten zu sein. Unklar ist ebenfalls, wie lange
es dauert bis eine Maßnahme, zum Beispiel Verringerung der
industriellen Schadstoffemission, tatsächlich Wirkung zeigt.
Auch scheint mir unklar, ob die einzelnen Baumarten Schädigungen
aus dem selben Grund aufweisen, oder ob es unterschiedliche Gründe
sind. Denn offensichtlich reagieren die einzelnen Baumarten im zeitlichen
Ablauf sehr unterschiedlich, vgl. hierzu weiter unten die Ergebnisse.
Je nach Baumart wurde der Höhepunkt der Schädigungen Anfang
der 90er bzw. Mitte der 80er Jahre erreicht. Daraus schließe
ich, daß Maßnahmen auf keinen Fall kurzfristig, also
innerhalb von 2 oder 3 Jahren greifen.
Hauptmerkmal bei der Schadensermittlung ist
der Zustand der Baumkronen, das heißt gemessen wird der Verlust
an Blättern bzw. Nadeln in den Kronen.
Da die Schadensstufen nicht mehr erläutert
werden, kann ich an dieser Stelle nur darauf verweisen, daß
der Grad der Schädigung mit der Höhe der Einstufung zu
nimmt. Ansonsten verweise ich auf meinen Beitrag zum Waldschadenbericht
2001, der im Menü unter Aktuelles zu finden ist.
Ergebnisse
Seit 1995 hat sich die Schadenshöhe der zweiten bis vierten
Stufe (deutliche Schäden) stabilisiert. Aktuell liegt diese
im Durchschnitt aller Baumarten bei 21% (Höchststand 1991:
30%, Vorjahr 22%). Im Gegensatz zum Vorjahr werden keine Angaben
mehr darüber gemacht, wie hoch der Anteil der geschädigten
Bäume ist, die unter die Warnstufe fallen und auch nicht wie
hoch der Anteil derjenigen Bäume ist, die gänzlich ohne
Schädigung sind.
Auch wird diesmal darauf verzichtet Aussagen
darüber zu treffen, ob und welche regionalen Unterschiede es
in den einzelnen Bundesländern gibt und welchen Einfluß
die unterschiedlichen Böden auf die Entwicklung des Waldes
haben. Auch hierzu wurden im vergangenen Jahr noch Angaben gemacht.
Die eigentlichen Ergebnisse werden nur noch
knapp wie folgt dargestellt:
Bei den Nadelbäumen fallen 26% (Vorjahr
ebenfalls 26%) aller Fichten unter die Kategorie deutliche Schädigung,
wohingegen es bei der Kiefer nur 13% (Vorjahr 14%).
Bei den Laubbäumen wurden im Vergleich
zum Vorjahr die Plätze gewechselt. Die Buch liegt nun auf Platz
mit einem Anteil an geschädigten Bäumen von 32% (Vorjahr
ebenfalls 32%). Beim bisherigen Spitzenreiter Eiche setzte sich
der positive Trend der vergangenen Jahre fort. Der Schädigungsgrad
ist hier in 2002 auf 29% (Vorjahr 33%) weiter gesunken.
Insgesamt kann man daher wohl von einer Stabilisierung
der Schäden mit einer mehr oder weniger deutlichen Tendenz
zur Besserung sprechen.
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