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ARCHIV >>> WALDSCHADENSBERICHTE >>> 2001

Am 17. Dezember 2001 hat die Bundesregierung den neuesten Bericht über den Zustand des Waldes vorgelegt. Im folgenden zitiere ich unkommentiert aus dessen Kurzfassung und bemühe mich, die im Original enthaltenen politischen Äußerungen auszulassen, weil "natürlich" die jeweils amtierende Regierung verantwortlich für etwaige Erfolge ist. Wer ausführlichere Informationen haben möchte erhält diese auf der Internet-Seite der Bundesregierung unter: www.verbraucherministerium.de

Grundsätzliches zum Verständnis des Berichtes

Der Zustand des Waldes wird mittels eines sogenannten forstlichen Umweltmonotorings im Laufe eines Jahres ermittelt. Erhoben werden die Daten seit 15 Jahren. Sichere Aussagen lassen sich also nur für diese Zeitspanne machen und Fragen, wie der Zustand der Wälder vor 50 oder 100 Jahren war, lassen sich nicht ohne weiteres beantworten. Ohne etwas verharmlosen zu wollen, scheint mir die Frage, was ist eigentlich normal bzw. wieviel Prozent der Bäume sind auch in einem gesunden Wald krank, nur schwer zu beantworten zu sein. Unklar ist ebenfalls, wie lange es dauert bis eine Maßnahme, zum Beispiel Verringerung der industriellen Schadstoffemission, tatsächlich Wirkung zeigt. Auch scheint mir unklar, ob die einzelnen Baumarten Schädigungen aus dem selben Grund aufweisen, oder ob es unterschiedliche Gründe sind. Denn offensichtlich reagieren die einzelnen Baumarten im zeitlichen Ablauf sehr unterschiedlich, vgl. hierzu weiter unten die Ergebnisse. Je nach Baumart wurde der Höhepunkt der Schädigungen Anfang der 90er bzw. Mitte der 80er Jahre erreicht. Daraus schließe ich, daß Maßnahmen auf keinen Fall kurzfristig, also innerhalb von 2 oder 3 Jahren greifen.

Hauptmerkmal bei der Schadensermittlung ist der Zustand der Baumkronen, das heißt gemessen wird der Verlust an Blättern bzw. Nadeln in den Kronen.

Die ermittelten Daten werden in 3 Kategorien eingeteilt.

a) ungeschädigt ==> Verlust bis zu 10%

b) Warnstufe ==> Verlust zwischen 11 und 25%

c) deutliche Schäden ==> Verlust über 25%


Ergebnisse

Seit 1996 hat sich die Schadenshöhe der dritten Stufe (deutliche Schäden) stabilisiert. Aktuell liegt diese im Durchschnitt aller Baumarten bei 22% (Höchststand 1991: 30%). Unter die Warnstufe fallen 42% und gänzlich ohne Schädigung sind 36%.

Erwartungsgemäß verteilen sich die Schädigungen weder bezogen auf den Standort noch auf die Baumart gleichmäßig.

Regionale Veränderungen hat es zum Positiven in den Bundesländern Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein gegeben, wohingegen sich die Situation Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verschlechterte. Was das im Detail bedeutet, entnehmen Sie bitte der Seite der Bundesregierung.

Bezogen auf die einzelnen Baumarten heißt das, daß die Eiche am stärksten betroffen ist. Hier liegt der Grad der deutlichen Schädigungen bei rund 33%. Obgleich dies sehr viel erscheint, ist doch im Vergleich zu den Spitzenjahren 1996 und 1997 eine deutliche Verbesserung eingetreten, denn damals waren 47% der Eichen deutlich geschädigt. Vermuttropfen ist, daß die deutlichen Schädigungen im Jahr der ersten Datenerhebung (1984) nur 9% betrugen.

Unmittelbar hinter der Eiche liegt die Buche auf Platz 2 der geschädigten Baumarten. Deutliche Schäden weisen hier insgesamt 32% der Bäume auf. Gegenüber dem Vorjahr hat es einen bemerkenswert hohen Rückgang um 8% gegeben. Allerdings waren zu Beginn der Erhebungen 1984 nur 13% deutlich geschädigt.

Die Fichte, die 26% deutlicher Schäden aufweist, kann offensichtlich Veränderungen nicht so schnell vollziehen wie die Laubbäume. Das höchste Maß an Schädigung hatte sie bereits 1985 mit 33% erreicht.

Auch die Kiefer, die, was den Grad der Schädigung betrifft am besten abschneidet, hat die schlechtesten Zeiten wohl hinter sich. Belief sich der Anteil der deutlicher Schädigungen 1991 noch auf 33%, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 14% aller Kiefern.