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>>> LEBEWESEN DES JAHRES >>> 2002
Auch für
2002 wurden wieder die Lebewesen des Jahres gewählt.
Insgesamt gibt es neun Kategorien aus den jeweils ein nach Ansicht
der Jury besonders schützenswertes Lebewesen gewählt wird.
Das
Wildtier des Jahres 2002 ist der Rothirsch.
(Cervus elaphus)
Über den Rothirsch werde ich in Kürze einen umfassenden
Überblick in die Rubrik "Wild" stellen. Ich bitte
Sie insoweit noch um ein bißchen Geduld. > Auswahl
Der Vogel des Jahres 2002 ist der Haussperling.
(Passer domesticus)
Der Haussperling, häufig auch als Spatz bezeichnet,
ist ein typischer Kulturfolger und kommt ausschließlich in
der Nähe menschlicher Siedlungen vor. Als solcher ist er schon
seit über tausend Jahren bekannt. Er gehört zur Familie
der Webervögel, ist sehr gesellig und tritt meist in kleineren
Schwärmen auf.
Der Haussperling brütet zwischen April und August in der Regel
zwei bis drei Mal. Zum Brüten nutzt er Mauerspalten, Dachvorsprünge
und Gebäudenischen. Nachdem das Weibchen 2 bis 6 bläulichweiße,
grau und braun gesprenkelte Eier gelegt hat, werden diese von beiden
Elterntieren ca. 11 bis 13 Tage bebrütet. Auch während
der 13- bis 16-tägigen Nestlingszeit kümmern sich beide
Elterntiere um den Nachwuchs.
Das Weibchen hat eine dunkelgraue Kopfplatte, einen dunkelbraunen
Nacken, eine schwarze Kehle und weiße Wangen. Die Oberseiten
der Flügel sind braun. Das Männchen hingegen hat keine
auffälligen Merkmale in der Zeichnung und ist schlicht graubraun.
> Auswahl
Der Fisch des Jahres 2002 ist die Rutte.
(Lota lota)
Die Rutte ist ein nachtaktiver Raubfisch und der einzige Süßwasserdorsch
Europas. Er lebt außerhalb seiner Laichgebiete und begibt
sich, um diese zu ereichen auf Wanderschaft durch die Flüsse.
Er benötigt, um sich wohl zufühlen sauberes, langsam fließendes
kühles Wasser. Insgesamt also eine Reihe von Umständen,
die durch die menschlichen Bauwerke in Flüssen (Schleusen etc.)
sowie die erhöhte Fließgeschwindigkeit aufgrund von Flußbegradigungen
immer seltener werden. Er ernährt sich von Laich, Weichtieren
sowie im Wasser lebenden Insektenlarven. > Auswahl
Die Spinne des Jahres 2002 ist die
Listspinne.
(Pisaura mirabilis)
Die Listspinne ist eine Raubspinne und als solche die in Europa
am meisten verbreitetste.Ihren Namen hat sie erhalten, weil sich
das Männchen, um bei der Paarung nicht auch gleichzeitig Nahrung
des Weibchens zu werden, einer List bedient. Es bringt sozusagen
als Hochzeitsgeschenk ein eingesponnenes Insekt mit. Beißt
das Weibchen an und läßt sich das Geschenk schmecken,
nutzt das Männchen seine Chance und schreitet zur Tat.
Die Listspinne ist tagaktiv und auch von daher häufiger sowohl
in Feld und Flur als auch in Gärten anzutreffen. Gerne nutzt
sie warme Stunden, um ein ausgiebiges Sonnenbad zu nehmen. Hierbei
ist ihr schwarzer Körper mit den gelben Längsstreifen
gut zu beobachten. > Auswahl
Das Insekt des Jahres 2002 ist der
Zitronenfalter.
(Gonepteryx rhamni)
Der Zitronenfalter ist bevorzugt im freien Gelände
am Rande der Wälder anzutreffen. Er gilt als Verkünder
des Frühlings und so ist er während seiner ersten Flugphase
bereits im Vorfrühling zu sehen. Hierbei handelt es sich um
die Exemplare des Vorjahres, die frei an einem Ast hängend
in der Winterstarre die kalte Jahreszeit überstanden haben.
Sie finden sich nun zum Paarungsflug ein. Die Eiablage vollzieht
sich bevorzugt an Kreuzdorn oder Faulbaum. Die Entwicklung der Raupen
benötig 6 bis 7 Wochen. Die Raupen sind schlank und von grüner
Farbe. An den Seiten tragen sie helle Längsstreifen. An ihrer
Wirtspflanze beginnt die Raupe nun die nötige Nahrung aufzunehmen,
um im Juli als neuer Zitronenfalter eine Flugphase zu beginnen.
Die Raupe frißt zunächst Löcher in die Blätter,
um diese dann später vom Rand her völlig zu vertilgen.
Nach der zweiten Flugphase im Juli verfällt der Zitronenfalter
in eine Sommerstarre und kehrt im herbst zur dritten Flugphase zurück,
bevor er sich wie beschrieben in die Winterstarre begibt.
Die Flügel des Falters laufen spitz zu und haben beim Weibchen
eine zitronengelbe, beim Männchen eine gelbweiße Färbung.
> Auswahl
Der Baum des Jahres 2002 ist der Wachholder.
(Juniperus communis)
Über den Wacholder werde ich zu späterer Zeit
einiges Wissenswerte in die Rubrik "Pflanzen" stellen.
Auch hier bitte ich um Geduld. > Auswahl
Die Blume des Jahres 2002 ist das Hain-Veilchen.
(Viola riviniana)
Die Blüte des Hain-Veilchens ist in der Zeit zwischen März
und Juni. Es wächst staudenartig und erreicht eine Höhe
von rund 40 cm. Um gedeihen zu können, benötigt es neben
kalkarmen sandigen Tonböden bevorzugt Eichenwälder, Heiden
oder Magerrasen. > Auswahl
Die Orchidee des Jahres 2002 ist
der Vogel-Nestwurz.
(Neottia nidus-avis)
Der Vogel-Nestwurz gibt Auskunft darüber inwieweit sich der
Waldboden in einem naturnahen und "gesunden" Zustand befindet.
Er ist Buchenbeständen anzutreffen, in denen die Bodenoberfläche
nicht durch Waldbewirtschaftung geschädigt ist. In der Blütezeit
wird der Vogel-Nestwurz zwischen 20 und 40 Zentimetern hoch und
zeigt eine fast farblose Blüte. Unter anderem gehört ein
ausgeprägtes Pilzmyzel so den unabdingbaren Lebensgrundlagen
dieser Orchideenart. > Auswahl
Der Pilz des Jahres 2002 ist der Orangefuchsige
Rauhkopf.
(Cortinarius orellanus)
Der Orangefuchsige Rauhkopf
hat einen goldgelben Stil und sein Hut besteht an der Unterseite
aus weit auseinander stehenden Lamellen. Die Oberseite des Hutes
ist orange-braun oder rotbraun.
Finden kann man ihn von August bis Oktober, wenn man hierzu die
wärmeren Ecken von Laubwäldern aufsucht. Es Empfiehlt
sich aber diesen Pilz nur zu betrachten und nicht für das nächste
Ragout mit nach Hause zu nehmen. Er sit äußerst giftig
und sein Verzehr führt zu schweren Schädigungen der Nieren.
> Auswahl
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